Geschichte

 

Der Reit- und Fahrverein Altötting/Mühldorf e.V. feiert im Jahr 2013 sein 50-jähriges Vereinsjubiläum.

 

Mitgliedsausweis 1963

Mitgliedskarte 1963, Hans Borst

Im Jahr 1963 fand schlossen sich verschiedene Reitergruppen um die Reitlehrer Hans Borst, Georg Jodlbauer und Alois Kurz zusammen. Gemeinsam mit dem Rennverein Altötting wurde der Ländliche Reit-, Fahr- und Rennverein Altötting gegründet.

 

Der Rennverein Altötting hatte damals bereits ein Guthaben in Höhe von 1200 DM erspart; dies bildete den Grundstock für die Kasse des neugegründeten Ländlichen Reit-, Fahr- und Rennvereins Altötting. Im Gegenzug wurde vereinbart, dass der neue Verein die Bezeichnung Rennverein im Namen weiterführen solle.

 

Einladung zur Gründungsversammlung

Einaldung zur Gründungsversammlung

Die Gründungsversammlung am 19. Mai 1963 fand im Gasthof „Schex" in Altötting statt. Die Gründungsmitglieder Hans Borst, Johann Hanfstingl, Hans Strasser, Georg Jodlbauer, Alois Kurz, Siegfried Graul, Fitz Esterer legten mit dem damaligen Ersten Vorsitzenden Claus Kolter die Satzung fest. Am 10. Oktober 1963 wurde der Verein offiziell eingetragen. Kurze Zeit später richtete der neue Verein dann bereits die erste Hubertusjagd im Herbst 1963 aus.

 

Und ein Jahr später wurde das erste Dressur- und Springturnier des RFV in Altötting organisiert. Eine Vielzahl an Turnieren sollte in den nächsten Jahrzehnten folgen.

 

Zu früheren Zeiten fanden die Reitturniere zuerst auf dem Dultplatz in Altötting statt. Später wurde der Turnierplatz auf die sogenannte Esterer-Wiese, in Nähe zur Wiesmühl, verlegt. Dies war nur möglich, da Fritz Esterer als Gönner des Vereins sowohl das Grundstück zur Verfügung stellte als auch den Verein tatkräftig mit Spenden unterstützte.

 

Die Mitglieder des jungen Vereins hingegen unterstützen den Verein ihrerseits mit ihrem handwerklichen Geschick und bauten damals gemeinsam einen Dressur- und Springplatz und die dazugehörigen Hindernisse.

 

Einer der erfolgreichsten Reiter dieser Zeit war Josef Borst, Sohn von Gründungsmitglied Hans Borst. Die Familie Borst unterhielt in früheren Zeiten die Schmiede in Altötting. In dieser Hinsicht waren die Borsts den Reitern auch jahrelang als Hufschmied verbunden.

 

Einige Jahre später, im Jahr 1976, fand der Reit, Fahr und Rennverein Altötting im Reitstall Freudlsperger erstmalig einen festen Anlaufpunkt. 1981 stand abermals ein Umzug bevor und der Verein fand ein neues Zuhause auf dem Reiterhof Schrankl in Großbaumgarten (Kastl).

 

Der RFV entwickelte sich prächtig und ein Jahr später (1982) führte der damalige 1. Vorsitzende Hans Gerich den zweitgrößten Reitverein in Bayern.

 

Unter seinem Vorsitz wurden in den nächsten Jahren zahlreiche große Dressur- und Springturniere auf der Reitanlage Schrankl durchgeführt. Die Familie Schrankl unterstütze den Verein bereits damals tatkräftig und stellte ihre Reitanlage für die Turniere unentgeltlich zur Verfügung. Damit begründete Hans Schrankl sen. die Tradition der großen regionalen Turniere in Großbaumgarten.

 

Im Jahr 1983 wurde dem Verein eine besondere Ehre zuteil – man durfte die Kreismeisterschaft im Dressur-, Springreiten und Fahren ausrichten. Extra zu diesem Anlass hatte Reitlehrer Josef Breunig auch eine Dressur-Quadrille einstudiert.

 

Kurz danach machte der Reit-, Fahr und Rennverein Altötting erneut von sich Reden. In der Mitgliederversammlung von 1984 wurde die jüngste Vorstandschaft Bayerns gewählt: Unter Vorsitz von Christian Gerich,Birgit Ulm (verh. Gerich), Susanne Hofmann, Hildegard Schrankl (verh. Ehegartner), Georg Schrankl, Richard Straubiger und Gerald Wiesenbart bewahrte die junge Truppe (Durchschnittsalter 20 Jahre) den Reitverein vor der drohenden Auflösung.

 

Mutige junge Menschen mit dem Motto: „Null Bock auf NullBock" legten damals den Grundstein für das erfolgreiche Fortbestehen des Vereins. Die Vorstandschaft übernahm neben der Verantwortung für 210 Mitglieder auch die Schulden ihrer Vorgänger. Mit viel Elan überwand die junge Truppe gemeinsam die Krise.

 

Im folgenden Jahr (1985) bestand das neue Team dann sogleich die erste Feuerprobe - das größte Fahrturnier Bayerns fand in Großbaumgarten statt. Auch der damalige österreichische Staatsmeister Ganter ging mit einem Vierspänner an den Start.

 

1990 kehrte der rürige Verein nach über 25 Jahre wieder an seinen Ursprung zurück – auf dem Altöttinger Dultplatz wurde die Oberbayerische Meisterschaft der Dressur- und Springreiter ausgerichtet.

 

In den nächsten Jahren setzte sich die erfolgreiche Arbeit des Vereins fort. Der Reit- und Fahrverein Altötting/Mühldorf e.V. machte sich mit der erfolgreichen Ausrichtung vieler Turniere – unter anderem mehrerer Chiemgaumeisterschaften und einer Oberbayrischen Meisterschaft einen klangvollen Namen in der Turnierszene Oberbayerns.

 

Auch neben der Turnierarbeit blieb noch Zeit für diverse Aktivitäten - Hildegard Ehgartner, geb. Schrankl studierte zum 70. Geburtstag Ihres Vaters Hans Schrankl sen. eine Dressurquadrille für 36 Reiter ein.

 

In dieser Zeit konnte der Reitverein auch zweimal den deutschen Bundeskader der Behinderten Reiter in Großbaumgarten begrüßen. Die Bundestrainer Kiesewetter und Stankus machten Station im Landkreis Altötting.

 

Unter Schirmherrschaft von Landrat Erwin Schneider und den Bürgermeistern der Städte Altötting und Burghausen sowie mit Hilfe der Lions-Clubs Neuötting und Burghausen konnten die Kosten für diese besonderen Veranstaltungen im gemeinsamen Schulterschluss gestemmt werden.

 

An dieser Stelle sei den Landratsämtern in Altötting und Mühldorf unter Führung der Landräte Erwin Schneider und Georg Huber sowie Erstem Bürgermeister Herbert Hofauer und Bürgermeister Günther Knoblauch sowie Bürgermeister Hans Steindl und den vielen Sponsoren der letzten Jahre herzlich gedankt. Ohne ihr Engagement und ihre Hilfe hätten die vielen Turniere und Veranstaltungen nicht durchgeführt werden können.

 

2002 stimmte die Mitgliederversammlung einer Umbenennung des Vereins in Reit- und Fahrverein Altötting/Mühldorf e.V. zu.

 

2003 feierte der Reitverein dann sein 40-jähriges Jubiläum. Die Feierlichkeiten fanden mit großem Programm auf der heimatlichen Reitanlage Schrankl statt.

 

In den nächsten Jahren etablierte sich der Reitverein in der Region als verlässlicher Ausrichter von großen Dressur- und Springturnieren. Im Jahr 2011 fand abermals eine Oberbayerische Meisterschaft auf der Reitanlage Schrankl in Großbaumgarten statt.

 

Mittlerweile organisiert der Reit- und Fahrverein Altötting/Mühldorf e.V. insgesamt drei Turniere in jeder Saison.

 

Im Jahr 2013 wurden neben der Turnier- und Jugendarbeit auch das 50-jährige Vereinsjubiläum mit einem großen Fest gefeiert. Bei Kaiserwetter feierte der Reit- & Fahrverein Altötting/ Mühldorf e.V. am 26. Oktober 2013 mit hunderten Gästen auf der Reitanlage Schrankl in Großbaumgarten.

 

Unter dem Motto „Tag der offenen Tür“ zeigten die Reiter des Vereins bei goldenem Oktoberwetter den rund vierhundert Zuschauern ihr reiterliches Können. Die einzelnen Disziplinen wurden zudem fachlich moderiert - so erlebten alle ein buntes Programm um die verschiedenen Disziplinen des breit gefächerten Reitsports. Die Gäste sahen Showelemente aus Western-, Dressur-, Barock- und Springreiten sowie eine anspruchsvolle Kutschvorführung. Einer der Höhepunkte des dreistündigen Programms war die von Hildegard Ehgartner mit den Reitern des Vereins einstudierte Dressurquadrille mit 28 Pferden. Alle Akteure des Tages wurden von den Zuschauern mit viel Applausfür ihre Arbeit mit den Tieren belohnt.

 

Nicht nur die Pferde zeigten am Samstag ihr Können. Auf einem Geschicklichkeitsparcours zeigten Turnierhunde in einer spannenden und rasanten Hunde-Agility-Show ihr Können.

 

Lustig wurde es danach insbesondere für die Kinder. Nun konnten die Zuschauer mit ihren eigenen Hunden beim Gaudi-Zamperl-Rennen zeigen was in ihnen steckt. Schnell fanden sich einige große und kleine Hunde, die mit erstaunlicher Geschwindigkeit die rund 30 Meter überwanden. Als Sieger ging einer der kleinsten Hunde – ein Jack-Russel-Terrier – ins Ziel.

 

Geführt von erfahrenen Reitern konnten die Kinder beim Ponyreiten ihre ersten Reitversuche wagen. Den Kindern gilt auch das besondere Augenmerk der Vereinspräsidentin, Martina Horn. „Ohne eine entsprechende Nachwuchsförderung und dem Engagement aller Mitglieder kann ein Verein langfristig nicht bestehen. In Großbaumgarten werden nicht nur erfolgreiche Turnierreiter trainiert sondern es wird auch besonderes viel Wert auf Reitunterricht für den Nachwuchs gelegt“

 

Ein großer Erfolg war der Reiterflohmarkt. Dieser bot den Gästen auf dem Weg in die Festhalle die Möglichkeit, dass eine oder andere Schnäppchen für Pferd oder Reiter zu tätigen.

 

Zum offiziellen Teil des Abends konnte Martina Horn einige langjährige Förderer des Vereins herzlich begrüßen. Gerne gekommen waren unter anderem: der Landtagsabgeordnete, Herr Günter Knoblauch, der Stellvertretende Landrat, Herr Stefan Jetz, Altöttings Zweiter Bürgermeister, Herr Wolfgang Sellner sowie der Bürgermeister der Gemeinde Kastl, Herr Gottfried Mitterer.

 

Im Anschluss wurden die langjährigen (20 Jahre und mehr) Mitglieder des Vereins mit einem kleinen Geschenk geehrt. Eine eigens aufgelegte Festschrift bot allen Anwesenden die Möglichkeit einen unterhaltsamen Rückblick auf die fünfzigjährige Vereinsgeschichte zu werfen.

 

Für die ausgezeichnete Stimmung in der festlich geschmückten Reithalle sorgten am weiteren Abend neben dem hervorragenden Catering des Restaurants „Kantine Töging“, die Line Dance Gruppe Duble P aus Reischach sowie ein knallender Auftritt der Goaßlschnalzer vom Trachtenverein Altötting e.V.. Zu den Klängen der Band Oma´s Eckzahn wurde das Jubiläum bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen gefeiert.

 

 


 

 

1. Vorstand seit Gründung:

 

Manfred Fromberger, Dr. Ernst-Günther Paul, Hans Gerich, Bernhard Barbarino, Dr. Spörk, Karl Lutz, Christian Gerich, Willi Sieber, Helmut Hupfauer, Wolfgang Scholz, Helmut Gäbelein, Martina Fuchs, Gabriele Schmid-Gleissner, Martina Horn.